Wir treffen die renommierte Fachärztin Maja Henke zum exklusiven Interview und sprechen mit ihr über ganzheitliche Ästhetik, innere Schönheit und den perfekten Herbst-Glow.
Der Herbst ist mehr als nur eine Jahreszeit; er ist eine Einladung, die Schönheit in der Veränderung zu entdecken – sowohl in der Natur als auch in unserer persönlichen Pflegeroutine. Wenn die Welt draußen in einem Kaleidoskop aus Gold, Rostrot und tiefem Orange erstrahlt, wird es Zeit, diese warme Pracht in unsere Beauty-Welt zu integrieren.
Die kühleren Tage bieten die perfekte Kulisse für eine Rückkehr zur Gemütlichkeit und Achtsamkeit. Unsere Haut verlangt jetzt nach reichhaltigerer Pflege, um sich vor der trockenen Heizungsluft zu schützen. Der Herbst lädt nicht nur zu gemütlichen Pullovern und Spaziergängen im Laub ein, sondern ist auch die ideale Saison, um der Haut die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie nach dem sonnenintensiven Sommer benötigt.
Viele Menschen kämpfen nach den Sommermonaten mit sonnenbedingten Hautschäden wie Pigmentflecken oder Trockenheit. Hochkonzentrierte Wirkstoffe wie Retinol oder spezielle Seren können die Haut effektiv regenerieren und auf den Winter vorbereiten.
Wenn innere Gesundheit und äußere Schönheit im Einklang sind, entsteht wahre Strahlkraft
In der Welt der medizinischen Hautpflege (Medical Skincare) und ästhetischen Chirurgie markiert der Herbst den Beginn der „Behandlungs-Saison“. Die geringere UV-Strahlung bietet optimale Bedingungen für effektivere, tiefgreifendere Behandlungen, die im Sommer oft pausiert werden müssen.
Jetzt ist die Zeit für intensive Regenerationskuren, die die Hautbarriere stärken und Feuchtigkeitsdepots für die kommenden kalten Monate auffüllen, und minimalinvasive Verfahren wie beispielsweise chemische Peelings, Laserbehandlungen oder Microneedling. Auch komplexere ästhetische Eingriffe werden oft in den Herbst oder Winter gelegt, da die kühleren Temperaturen und die Möglichkeit, sich in der gemütlicheren Jahreszeit ungestört zu erholen, die Heilungsphasen begünstigen.

Wir haben eine getroffen, die sich bestens damit auskennt. Maja Henke ist renommierte Fachärztin für Chirurgie und ausgewiesene Expertin für ästhetische und präventive Medizin. In ihrer Praxis „Ästhetik Henke“ in München kommen nicht nur spezielle Techniken wie zum Beispiel die „Henke-Technik“ zum Einsatz – die erfahrene Ärztin setzt auf ein holistisches Behandlungskonzept, das äußere Schönheit mit innerer Gesundheit verbindet.
Chefredakteurin Julia Heinz trifft die renommierte Expertin Maja Henke in München zum Interview.
JH: Liebe Maja, du bist bekannt für innovative Methoden und hast eine eigene Behandlungstechnik („Henke-Technik“) entwickelt, etwa zur Cellulite-Behandlung. Zudem arbeitest du mit den neusten Fillern. Was treibt dich an, bestehende Methoden zu hinterfragen und neue Wege in der ästhetischen Medizin zu gehen?
MH: In der Ästhetik ist es entscheidend, jede neue Methode medizinisch und gesundheitlich zu hinterfragen. Gerade bei innovativen Ansätzen wie der Cellulite-Behandlung oder neuen Fillern verlasse ich mich nicht auf Marketingversprechen, sondern auf wissenschaftliche Daten und meine eigene Erfahrung. Nach über 20 Jahren in der ästhetischen Medizin erkenne ich meist sehr schnell, welches Potenzial ein Produkt hat. Bevor ich etwas dauerhaft in meine Praxis aufnehme, teste ich es kritisch, beobachte die Ergebnisse und kontrolliere meine Patientinnen regelmäßig nach.
Aus diesen Erfahrungen und dem Feedback meiner Patientinnen entstehen oft neue Ideen und Techniken, wie zum Beispiel die Henke-Technik für die Augen – entwickelt in Kooperation mit einem neuen Produkt aus Kanada: Revanesse Revise beispielsweise ist einer der Top 3 Filler in den USA. Das Unternehmen stellt seit über 23 Jahren innovative Hyaluronsäure-Filler selbst her und ist nun auch über Alma Lasers in Deutschland auf dem Markt.
„Meine Technik habe ich über zwei Jahrzehnte perfektioniert – innovativ und medizinisch fundiert. Denn für mich steht immer eines im Mittelpunkt: die Gesundheit meiner Patientinnen“, Maja Henke
Gerade die Augen sind eine besonders sensible Region, bei der man langfristig denken muss. Wird hier eine ungeeignete Technik oder ein schwellendes Produkt verwendet, kann es noch Jahre später – manchmal erst nach 10 bis 15 Jahren – zu unerwünschten Schwellungen kommen. Meine Technik habe ich über zwei Jahrzehnte perfektioniert und wähle entsprechende Produkte, die meinem Anspruch gerecht werden. Innovativ und medizinisch fundiert. Denn am Ende steht für mich immer eines im Mittelpunkt: die Gesundheit meiner Patientinnen.

JH: Heutzutage können wir von außen viel optimieren. Filler, Hyaluronsäure oder Botox – viele entscheiden sich für minimalinvasive Eingriffe. Auch um frühzeitig und präventiv der natürlichen Hautalterung entgegenzuwirken. Was sind deine Tipps, um eine gesunde Balance zwischen Prävention und Natürlichkeit zu bewahren?
MH: In den letzten Jahren hat sich in der ästhetischen Medizin unglaublich viel getan, vor allem durch Biostimulatoren. Sie sind für mich der Schlüssel, wenn es darum geht, Hautalterung präventiv und schonend zu beeinflussen. Anders als klassische Filler regen sie die Haut an, sich selbst zu regenerieren, ohne die Mimik zu verändern.
Da wir bereits ab Mitte 20 beginnen, Kollagen und Hyaluronsäure zu verlieren, empfehle ich, frühzeitig mit Biostimulatoren zu arbeiten. Sie verbessern die Elastizität und stimulieren die körpereigene Kollagenbildung. Später, wenn auch das Knochen- und Fettgewebe im Gesicht nachlässt, können und sollten Hyaluronsäuren gezielt für Struktur und Volumen eingesetzt werden. Die Kombination aus feinen Nadeln und Hyaluronsäure aktiviert zusätzlich die Kollagensynthese und spendet Feuchtigkeit.
Mein Rat: lieber früh, aber sanft beginnen, ab etwa 30, und regelmäßig auffrischen, statt zu viel auf einmal – so bliebt das Gesicht frisch und lebendig.
Aufbauende Hyaluronsäure-Filler bleiben daher ein wichtiger Bestandteil der Behandlung – selbst nach einem Facelift, da sie gezielt Konturen schaffen können. Sie gehören jedoch ausschließlich in erfahrene Fachhände, damit das Ergebnis natürlich bleibt. Auch Botox spielt in der Prävention eine große Rolle. Es hilft, Falten gar nicht erst tief entstehen zu lassen. Mein Rat: lieber früh, aber sanft beginnen, ab etwa 30, und regelmäßig auffrischen, statt zu viel auf einmal. So bleibt das Gesicht lebendig, frisch und natürlich – und genau das ist für mich echte Ästhetik.
JH: In deiner Praxis setzt du auf einen ganzheitlichen Ansatz, der äußere Schönheit mit innerer Gesundheit verbindet. Wahre Schönheit kommt von innen, sagt man. Stimmt das?
MH: Absolut. Für mich sind äußere und innere Schönheit untrennbar miteinander verbunden, es ist immer eine Symbiose. Wir wissen heute, dass viele Hautprobleme im Inneren beginnen. Faktoren wie Stress, Schlafmangel, ungesunde Ernährung, Alkohol, Rauchen oder Jetlag fördern sogenannte Silent Inflammations, also chronisch stille Entzündungen, die auf Dauer nicht nur die Haut altern lassen, sondern auch Schmerzen und Erschöpfung verursachen können.
„Wahre Schönheit entsteht, wenn der Körper im Gleichgewicht ist“, Maja Henke

Ab etwa 45 Jahren kehrt sich zudem unser Immunsystem um, Entzündungsprozesse nehmen zu, die Zellregeneration verlangsamt sich. Hier setze ich präventiv mit gezielten Vitamin-Infusionen an. Sie helfen, die Speicher aufzufüllen, Entzündungen zu reduzieren und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Ich kombiniere diese Infusionstherapien häufig mit speziellen medizinischen Übungen, die ich selbst entwickelt habe. Sie richten den Körper auf, lösen Spannungen und fördern eine gesunde, schmerzfreie Haltung – auch das beeinflusst, wie wir aussehen.
Denn wahre Schönheit entsteht, wenn der Körper im Gleichgewicht ist. Wenn Energie, Haltung und Hautbild harmonisch zusammenspielen, dann strahlen wir von innen – und genau das sieht man im Gesicht. Vitamin C hemmt zusätzlich den Kollagenabbau und verlängert die Haltbarkeit ästhetischer Behandlungen. Deshalb empfehle ich es regelmäßig in Kombination mit Injektionsbehandlungen.
JH: In der heutigen Zeit, in der soziale Medien oft unrealistische Schönheitsideale prägen, wird die Definition von natürlicher Schönheit kontrovers diskutiert. Wie definierst du in deiner Arbeit das ideale Gleichgewicht zwischen der Optimierung des eigenen Erscheinungsbildes und dem Erhalt der individuellen, natürlichen Ausstrahlung?
MH: Der Druck durch soziale Medien ist enorm gestiegen. Perfekt gefilterte Gesichter prägen unser Schönheitsbild, und viele Menschen vergleichen sich damit unbewusst. Hinzu kommt, dass Behandlungen häufig von unerfahrenen Anwendern durchgeführt werden. Das führt zu überkorrigierten, unnatürlichen Ergebnissen – und plötzlich wird das zur neuen Norm.
Ein klassisches Beispiel sind die Lippen. Sie werden immer größer, immer gleichförmiger. Wer noch natürliche Lippen hat, gilt fast als Ausnahme. Ich halte bewusst dagegen.
Meine Philosophie: Ein Gesicht darf seine Individualität behalten.

Ich verändere keine Menschen, ich optimiere dezent – dort, wo es wirklich Sinn ergibt. Zum Beispiel bei einem fliehenden Kinn oder Gewebeverlust. Hier arbeite ich gezielt und dezent mit Hyaluronsäurefillern. Sie sind unumgänglich, doch um keine Überfüllung zu erzeugen, kombiniere ich sie mit Biostimulatoren oder der Fettweg-Injektion, um das Gewebe sanft zu straffen – ohne die Mimik zu verändern und ohne einen „overfilled look“ entstehen zu lassen.
Diese Methoden erfordern Geduld, weil sie nachhaltig wirken. Aber genau das ist der Unterschied: Das Ergebnis hält länger, sieht authentisch aus, und man erkennt sich selbst im Spiegel wieder. Für mich ist das wahre Ästhetik.
JH: Gerade jetzt im Herbst machen die kühleren Temperaturen in Kombination mit der Heizungsluft unserer Haut zu schaffen. Der Herbst gilt in der ästhetischen Medizin als ideale Zeit für intensivere Behandlungen. Wie bekommen wir unseren Glow zurück?
MH: Gerade im Herbst, wenn Temperaturwechsel und Heizungsluft die Haut austrocknen, ist der ideale Zeitpunkt, um ihr wieder Strahlkraft und Vitalität zu schenken.
MEINE DREI FAVORITEN
I.) Hydratationstherapien
II.) Mesotherapie, ergänzt durch ein sanftes chemisches Peeling
III.) Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen
Hydratationstherapien wie beispielsweise Revanesse Pure spenden intensive Feuchtigkeit von innen, ohne Volumen aufzubauen. Sie aktivieren die Zellregeneration, stimulieren die Kollagenbildung und sorgen für eine sichtbar festere, glattere Haut.
Bei der Mesotherapie bringe ich nicht nur Hyaluronsäure, sondern auch Vitamine und Antioxidanzien direkt in die oberflächlichen Hautschichten ein. Das reduziert Rötungen, verfeinert Poren und fördert die Regeneration. Die Haut wirkt wieder gesund, ausgeglichen und lebendig.
Das sanfte chemische Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen, verbessert die Aufnahmefähigkeit für Wirkstoffe und verstärkt so den Effekt der nachfolgenden Behandlungen. In Kombination mit Vitamin-C-Infusionen, die Entzündungen hemmen und das Hautbild von innen stärken, entsteht ein natürlicher, langanhaltender Glow – medizinisch fundiert, nachhaltig und ganz ohne Filter.
Herzlichen Dank für das schöne Gespräch, liebe Maja.

