Das zeigt wohl auch der kurvenreiche Lebenslauf von Fritz Hendrick Melle – so sein vollständiger Name. Bis zu seiner Ausreise nach West-Berlin im Dezember 1985 engagierte sich Melle im kreativen Untergrund der DDR, veröffentlichte unter anderem in illegalen Zeitschriften, gründete das Musikprojekt „Kriminelle Tanzkapelle“ und arbeitete als Kinokartenabreißer. Studierte Theologie in Naumburg (nach vier Semestern exmatrikuliert) und Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften an der Universität der Künste in Berlin, arbeitete als Totengräber und Marktforscher, gründete 1993 die Werbeagentur Melle.Pufe, war Mitglied im Art Directors Club (ADC, 2014 ausgetreten) und Initiator des ADC Vision, gewann für seine Arbeit zahlreiche nationale und internationale Preise (u.a. New York Festival, ADC, Berliner Klappe). Ist immer noch Unternehmer, Fahrradfahrer, Suchender und Findender. Lebt mit Frau und Kindern in Berlin, veröffentlicht Bücher und kreiert mit GRACE O’MALLEY SPIRITS irische Whiskeys, Gin, Rum und Wodka. https://www.privatepier.com/#block61
Seine Publikationen:
Leben mit der Wahrheit, Blog: www.hendrickmelle.de
WURST, Rezension: www.berliner-zeitung.de/berlin/berlin-roman-eine-wurstbude-als-schlag-in-die-veganer-magengrube-30048146 // https://www.n-tv.de/leute/buecher/Wurst-ist-Wahrheit-article20502883.html
Hörbuch: Ayahuasca – Tage der Wahrheit: https://open.spotify.com/album/2QkS4hn2pXEErweO0Xdsbi
Hier geht es zu seiner aktuellen Auflistung von Lieblingsorten:
Essen – Das Kink im Pfefferberg/ Prenzlauer Berg; urban, lässig-entspannt mit einer kräftigen Prise Eklektizismus. Die Küche ist modern-kreativ, der Service angenehm persönlich und die Bar nebenan immer einen Absacker wert. Was ich besonders schätze: Es ist bei mir um die Ecke. https://kink-berlin.de/de/startseite
Trinken – Nach der Arbeit und oder mit Freunden rumsitzen und dazu auf höchstem Niveau Alkohol trinken, sorgfältig kuratiert von Thomas Pflanz, das ist die Hildegardbar. Natürlich eine Raucherbar. So viel Mut zum Risiko muss sein. https://hildegardbar-berlin.de
Einkaufen – Torstraße/Alte Schönhauser, Kurfürstendamm, alles gut. Aber am Ende guck ich doch im KaDeWe. Das hat bis zum Schluss versucht jetzt richtig hip zu sein, was manchmal sehr lustig ist. Aber am Ende verlasse ich das Haus doch immer mit einer Tüte im typischen Design. https://www.kadewe.de/
Museum – Meine Kinder haben das Pergamon-Museum geliebt, tun es immer noch; sich mit dem aramäische Wettergott Hadad gut stellen, die Prozessionsstraße zum Ishtar Tor entlangschlendern – es ist wie durch tausend Filme gehen. Jetzt wird das Pergamon zur Renovierung dichtgemacht. Wer die Chance hat, es nochmal zu besuchen, sollte sie nutzen. Renovieren kann dauern. https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/pergamonmuseum/home/
Lieblingsplatz – Füße im Sand, ein Hauch Abenteuerspielplatz für Erwachsene, überraschende Musik von Electric bis World, gepflegte Drinks, gutes Essen und immer ein paar zufällige Freunde, das ist das Sage/ Sage-Beach am Spreeufer. Ich dachte, es wäre nur noch was für Leute wie mich, bis mich meine 20jährige Tochter nach der Gästeliste fragte. Das Sage – hot wie Hölle! https://sageberlin.com
Strandbar Capo de Pallos – Die Wellen machen träge „platsch“, Kinder lachen, rechts beginnt der Nationalpark. Hinterm Strand eine Hütte: Lío Cala Reona Beach Club. Klingt leicht hochtrabend, aber der Fisch ist frisch, die Zubereitung auf den Punkt, der Service lustig und die Musik nur im Urlaub zu ertragen. Alles zusammen: perfekt!
Al Lío Cala Reona Beach Club, Capo de Palos, Murcia, Spanien