Jede gute Party endet in der Küche. Beim Stanglwirt im österreichischen Going beginnt sie bereits dort. Das Line-up kann sich nach der Premiere 2024 auch in diesem Jahr sehen lassen.
Das Who is Who der Sterne- und Haubenküche gibt sich am Wilden Kaiser die Klinke in die Hand – beziehungsweise den Löffel in die Hand. Denn bei dem kulinarischen Event „Löffel & Glas“ ist der Name Programm. Und seien wir mal ehrlich: Für eine gute Party braucht es kaum mehr.

Am Eingang erhält jeder Gast ein Glas (Louis Roederer servierte seine Cuvée 244) und einen goldenen Löffel (nach altem Brauch). Früher kamen mittags zum Glockenläuten Mitarbeiter und Gäste zum Essen in der Stube des Stanglwirts zusammen – jeder brachte seinen persönlichen Löffel zum gemeinsamen Mahl mit. Dieser Anekdote folgend erhielten die Gäste des Abends ebenfalls einen eigenen Löffel. Sowohl Löffel als auch Glas behalten die Gäste den Abend über und ziehen von einer Live-Kochstation zur nächsten.
Die Veranstaltung ist als „Kitchen Party“ konzipiert, bei der die Gäste mit dem Löffel in der Hand exquisite Gerichte probieren, die von Spitzenköchen live zubereitet werden. Gleichzeitig wird zu diesen kulinarischen Meisterwerken eine Auswahl erlesener Weine im Glas serviert.
Tim Mälzer (Bullerei) servierte ein fantastisches Onsen-Senfei mit Kartoffelstroh, Hechtkaviar und Senfsaat. Jürgen Wolfsgruber (u. a. Sparkling Bistro) hobelte ordentlich Trüffel auf seine Bergkäse-Ravioli. Die Jungs der Healthy Boy Band kredenzten einen Knödel von der Gans und hatten nicht ganz jugendfreie Deko dabei. Ist das Kunst oder kann man das essen? Beides! Saugut!
Andreas Döllerer, 2 Michelin-Sterne, servierte einen Bluntausaibling mit Fürstenhof-Molke und confiertem Erdapfel. An der Station von Hannes Müller, Koch des Jahres 2025 und mit einem Michelin-Stern prämiert, gab es Krainer Steinschaf mit Molke, Tagetesöl und Mandel.
Elmar Simon, Küchenchef im Balthasar (1 Michelin-Stern), servierte eine Bouillabaisse mit Steinbutt-Pelmeni. Tony Vratsanos vom Matsuisha Athen brät eine Jakobsmuschel mit schwarzer Sesampaste und Blattgold. Es ist alles Gold, was glänzt. Mein absolutes Highlight war das asiatische Reh. Schärfe, Crunch, Umami und Frucht – die kam von der Vogelbeere. Richard Rauch (Geschwister Rauch) verrät mir, dass, wenn man die Beeren einmal einfriert, sie getrost verspeist werden können. Gesagt, getan. Geschmacksexplosion. Wow!
Zum süßen Abschluss staunten alle nicht schlecht bei den von Sophia Stolz (Cake Artist und Food Stylist) dargebotenen Hendln, die in Wahrheit natürlich eine getarnte Sachertorte waren. Ergänzt wurden die kulinarischen Genüsse vom Küchenteam des Stanglwirts. Entenraviolo mit Trüffelschaum (Thomas Ritzer), Risotto mit Kaisergranat (Edgar Perfetti), Kaninchen mit Fisolen und Topinambur (Daniel Padaritsch), gefüllte Calamari (Nikolas Laios) und ein süßer Raviolo im Molke-Süppchen vom Chefpatissier des Stanglwirts Michael Pinna.

Und weil der Mensch vom Essen allein nicht leben kann, probiere ich den Rosé aus der Doppelmagnum vom Markowitsch (JA!) und lasse mich als Nicht-Sauvignon-Blanc-Fan vom GG Zieregg in der Steiermark vom Weingut Tement begeistern. Rauchige Mineralität meets kandierte Früchte. Großartig!
Den Löffel abgeben musste am Ende zum Glück niemand – so oder so nicht.
Quick Facts
Das Bio-Hotel Stanglwirt ist ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und wird bereits seit 1980 als „Eco-Hotel“ betrieben – lange, bevor es Trend wurde. Der Stanglwirt in Going ist mehr als ein Luxushotel. Das Resort verbindet Tradition, Herzlichkeit und Genuss auf einzigartige Weise und ist eine Institution am Wilden Kaiser. Neben der herausragenden Kulinarik ist die 12.000 m² große Wellness- und Spa-Landschaft ein absolutes Highlight.
Trotz des 5-Sterne-Luxus herrscht eine authentische, familiäre Atmosphäre – nicht zuletzt, weil Familie Hauser den Stanglwirt bereits seit über 300 Jahren führt. Getreu dem Motto „Willkommen daheim“.
Bio-Hotel Stanglwirt
Kaiserweg 1
6353 Going am Wilden Kaiser (Österreich)





