Die Zeiten, in denen Hotels in Städten wie Fremdkörper wirkten, sind vorbei. Heute verstehen sie sich nicht mehr nur als Übernachtungsmöglichkeit für auswärtige Gäste, sondern als lebendige Treffpunkte inmitten der City. Bars und Restaurants inspirieren sowohl Einheimische als auch Reisende.
Managing Director Roland Duerr bringt es mit seinem Leitgedanken auf den Punkt: „Das Rosewood ist in erster Linie für die Münchner da“, sagt er beim Ortstermin. „Der Sense of Place ist uns sehr wichtig. Wir möchten mit der Gemeinschaft und der regionalen Kultur verbunden sein.“ Davon gibt es reichlich: Während unseres Gespräch schauen wir auf denkmalgeschützte Fassaden, hinter denen sich Büros, Geschäfte, Hotels und Restaurants verbergen. Zwischen Marienplatz, Hofgarten und Stachus geht es seit jeher darum, Tradition mit Ideen zu verbinden. Mitten in diesem Umfeld hat das erste Haus der Rosewood Hotel & Resorts in Deutschland eröffnet. Die renommierte Hotelgruppe wurde 1979 gegründet und wird heute von CEO Sonia Cheng aus Hongkong geleitet. Weltweit gibt es rund 30 Hotels der Marke, nun steht Europa auf dem Expansionsplan. Im vergangenen Jahr wurde ein Luxushotel am Petersplatz in Wien eröffnet, weitere Eröffnungen in Amsterdam, Schloss Fuschl, Rom, Venedig, London und Mailand stehen bevor.

In München wurde das Hotel mit 73 Zimmern und 59 Suiten passend zur Altstadt hinter historischen Fassaden in zwei miteinander verbundenen Gebäuden errichtet. Der prunkvolle neobarocke Bau der ehemaligen Bayerischen Staatsbank in der Kardinal-Faulhaber-Straße wurde 1893 vom Architekten Albert Schmidt erbaut und später erweitert. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg musste das Gebäude im Inneren neu gestaltet werden. Von 2000 bis 2005 wurde es entkernt und komplett saniert. Das benachbarte Palais Neuhaus-Preysing wird dem Münchner Baumeister François de Cuvilliés und seinem Umkreis zugeschrieben. Anfang des 18. Jahrhunderts war es ein Adelssitz, später erwarb es die Staatsbank. Die Bayerische Hausbau errichtete das moderne Hotel hinter den neobarocken und rokokohaften Elementen. Kein Wunder, dass das Motto des Rosewood Munich lautet: „Eine Mischung aus historischer Pracht und modernem Luxus“.
Wer das Rosewood verlässt, findet gleich um die Ecke das exquisite City-Quartier Fünf Höfe und weitere Geschäfte, die zum Bummeln einladen. Roland Duerr ist um ein gutes nachbarschaftliches Miteinander bemüht. Ein paar Meter war er zu Gast bei Ruth Gombert im SOIS BLESSED, und den anderen kleinen Ladengeschäften und Galerien. Zudem befinden sich in Laufnähe weitere Luxushotels: Gleich gegenüber der Platzhirsch, der 1841 eröffnete Bayerische Hof, nicht weit entfernt das Kempinski Vier Jahreszeiten und das Mandarin Oriental München. Das berühmte Restaurant Brenner, das vor kurzem sein 20-jähriges Bestehen feierte, liegt ebenfalls ganz in der Nähe, genau wie die Bayerische Staatsoper. Aber auch der Aufenthalt im Rosewood lohnt sich. Von hier aus lässt sich die Geschichte Münchens vom Zimmer aus erkunden, zum Beispiel mit Blick auf die Frauenkirche. Für besondere Anlässe stehen fünf „Signature Suites“ mit bis zu 400 Quadratmetern zur Verfügung. Außerdem gibt es sechs Veranstaltungsräume, vom Ballsaal bis zum kleinen Salon, für Events aller Art.
Managing Director Roland Duerr ist seit knapp einem Jahr in München. Er hat die Eröffnung vorbereitet und die Teams mit rund 200 Mitarbeitern zusammengestellt. Der gebürtige Deutsche arbeitet seit über zehn Jahren für Rosewood, zunächst als Hoteldirektor im The Carlyle, A Rosewood Hotel in New York. Von 2016 bis 2022 war er als Geschäftsführer im Rosewood in Abu Dhabi tätig. Davor arbeitete er im Jumeirah Beach Hotel in Dubai, im Four Seasons Hotel Berlin (heute Regent) und im Burj Al Arab in Dubai. Nun ist seine Wirkungsstätte Tausende Kilometer von den Vereinigten Arabischen Emiraten entfernt inmitten der bayerischen Landeshauptstadt. Das Hotel entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Architekturbüro Hilmer Sattler Architekten. Die Londoner Innenarchitektin Tara Bernerd übernahm bei ihrem ersten Projekt in Deutschland die Aufgabe, die Symbiose aus Historie und zeitgenössischen Elementen zu gestalten. „Mit ihrer Erfahrung bringt sie den Geist von Rosewood in die bayerische Metropole“, betont Duerr. „Sie transportiert die historische Vergangenheit des Gebäudes in die moderne Gegenwart.“
Doch das Hotel will kein Museum sein, sondern ein lebendiger Treffpunkt. Dazu spielen Roland Duerr und sein Team mit den vielen Traditionen. So ist die Bar Montez nach der lebenslustigen irischen Tänzerin Lola Montez benannt, die zur Geliebten von König Ludwig I. von Bayern wurde. Die Bar bietet ausreichend Platz und hat einen eigenen Eingang an der Ecke Prannerstraße. Der König schenkte Lola Montez unter anderem ein Palais in der nahe gelegenen Barer Straße als Wohnsitz. 1847 wurde sie eingebürgert und zur Gräfin von Landsfeld erhoben. Bei der Bevölkerung war Montez jedoch nicht sehr beliebt. Sie sorgte für Skandale, wenn sie mit ihrer Dogge Turk Zigarre rauchend durch München zog. Schließlich musste sie fliehen. Das soll den Gästen der Bar natürlich nicht passieren. Deshalb gibt es außergewöhnliche Drinks, sorgfältig ausgewählte Jahrgänge und Liköre sowie leckere Snacks. Das Live-Musik-Programm soll die Bar Montez zu einem beliebten Treffpunkt für Musikliebhaber machen.
Auch das Restaurant des Rosewood Munich, das „Heinrich‘s“, hat eine besondere Geschichte zu erzählen. Es ist nach Heinrich Heine benannt, einem der bekanntesten deutschen Dichter und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Heine hatte eine enge Verbindung zur Stadt München und verbrachte dort einige Jahre seines Lebens. Das Restaurant bietet eine moderne Interpretation der bayerischen Küche und legt großen Wert auf regionale und saisonale Zutaten. Die Gäste können hier traditionelle Gerichte genießen, aber auch innovative Kreationen des Küchenchefs probieren. Neben der Gastronomie bietet das Rosewood Munich auch einen Wellnessbereich mit einem Fitnessstudio, einem Pool und verschiedenen Spa-Angeboten. Hier können die Gäste sich entspannen und verwöhnen lassen.
Das Rosewood Munich will ein Ort der Begegnung und des Austausches sein. Es soll nicht nur ein Hotel für Reisende sein, sondern auch ein Ort, an dem sich die Münchner treffen und wohlfühlen. Managing Director Roland Duerr ist stolz auf das neue Hotel und freut sich darauf, endlich Gäste aus aller Welt begrüßen zu dürfen. Er ist überzeugt, dass das Rosewood Munich eine einzigartige Position in der Münchner Hotellandschaft einnehmen und sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt entwickeln wird. Mit seiner Kombination aus historischem Charme und modernem Luxus ist das Rosewood Munich ein Ort, an dem sich Tradition und Innovation zu einer einzigartigen Atmosphäre verbinden.
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